Bullet Journal für Autoren

Bullet Journal für Autoren

Eine Liebeserklärung

Welcher Schreiberling kennt es nicht: Am Abend hat man noch ein oder zwei Stunden an dem neuen Manuskript getüftelt, nun kuschelt man sich ins Bett und ist kurz davor einzuschlafen. Die Arme sind schon ganz schwer, die Lider fallen herab, die Gedanken driften davon …
Bzzzin!
Aus dem Nichts schießt ein Gedankenblitz durch deinen Kopf. Du reißt die Augen auf. Woa! Guter Einfall!
Schnell aus dem Bett, ab an den Schreibtisch und schon fliegt der Stift über einen Notizzettel. Und dann legt man den Zettel beiseite – auf jenen Haufen, wo schon all die anderen Ideen liegen. Hinein in das Chaos aus unausgegorenen Ideen und hastig notierten Gedanken.

Zumindest habe ich es früher so gemacht. Die Konsequenz daraus war ein unübersichtliches Chaos, in dem all die tollen Ideen schon bald nicht mehr auffindbar waren.
Aber jetzt nicht mehr ^^
Denn ich habe mittlerweile nicht nur ein Notizbuch – ich habe ein richtiges Bullet Journal. Ja, genau – eines dieser hübsch aufgemachten Notizbücher. Seit einiger Zeit kreisen ja Unmengen an Fotos von Bullet Journal durch das Netz. Und ich kann bestätigen: Diese Dinger sind echt praktisch! Wobei ich allerdings hinzufügen muss, dass mein Journal nicht so dekorativ aussieht. Gut, beim allerersten habe ich mir vielleicht noch Mühe mit den Verzierungen gegeben, aber mittlerweile steht bei mir allein der praktische Nutzen im Vordergrund.

Ich habe mein Bullet Journal immer bei mir. Denn man weiß nie, wo einen der nächste Gedankenblitz ereilt. Und es hilft mir, mich auf meine Projekte zu planen und mich auf die wichtigsten Punkte zu konzentrieren.
Aber was unterscheidet ein Bullet Journal eigentlich von einem normalen Notizbuch?
Nun, ehrlich gesagt ist es nur die Struktur. Das Notizbuch selbst kannst du für wenige Euro beim nächsten Rossmann erstehen, so eines reicht vollkommen aus. Der Aufbau der Notizen ist es, was ein Bullet Journal so brillant macht und es von anderen Notizbüchern unterscheidet. Früher hatte ich mehrere Notizbücher – für jedes Projekt eines. Aber irgendwann wurde alles total unübersichtlich und Dutzende von halb beschrieben Notizbüchlein flogen durch die Wohnung.
Jetzt habe ich alle Notizen in einem Buch. Das mag vielleicht im ersten Moment unübersichtlich klingen, ist es aber keineswegs. Der Aufbau des Bullet Journals sorgt dafür, dass man den Überblick behältst und alle Notizen im Nu wiederfindet.

Nur eines noch vorweg – Im Internet wird man ja mit Bildern von wunderschön gestalteten Bullet Journals bombardiert. So sieht meines nicht aus. Definitiv nicht *lach*
Ein Bullet Journal ist ein durchdachtes Notizbuch und kein Malheft. Vergiss also bitte die ganzen hübschen Fotos von zauberhaft gestalteten  Journals. Ist zwar herrlich anzusehen, es braucht aber zu viel Zeit und ist auch nicht das Herzstück dieser Methode. Es geht nicht darum, es schön zu gestalten. Es geht darum, deine Gedanken und Aufgaben sinnvoll und auffindbar zu ordnen. In meinem Bullet Journal findet man keine schön gestalteten Überschriften oder niedliche Zeichnungen. Stattdessen dahingerotzte Gedanken in einer kaum leserlichen Schrift. Aber alles ist so aufgebaut, dass ich sämtliche Themen innerhalb von Sekunden wiederfinde. Wo waren noch gleich meine Gedanken zu dem aktuellen Buchprojekt? Wo hatte ich die Ideen für meinen Blog abgelegt? Wo war noch mal die Seite, mit den aktuellen Schreibnotizen?

Im Folgenden werde ich erklären, aus welchen Elementen mein Bullet Journal aufgebaut ist. Ich beschreibe, was ein Index ist, wofür du einen Weekly Log brauchst und weshalb du das Threading nicht vernachlässigen sollest.

DIE Bausteine

Index

Dies ist das Herzstück eines jeden Journals. Ohne Index bist du aufgeschmissen. Dort kannst du nachschlagen, auf welcher Seite du was notiert hast.  Den Index legt man üblicherweise auf den ersten zwei oder drei Doppelseiten deines Journals an – der schnellen Auffindbarkeit wegen. Hier trägst du dann einfach ein, was du dir auf welcher Seite notiert hast. Aber natürlich schreibst du das nicht einfach so runter, das wäre viel zu übersichtlich. Stattdessen teilst du dein Index in verschiedenen Themen ein. Der Index meines aktuellen Bullet Journal beinhaltet beispielsweise:

Organizer
Diverses
Betäubter Wille
Marketing
Projekt PA
Lektorat
Projekt WK 2.0

index

So ist der Index meines Bulletjournals aufgebaut.

Wenn ich nun beispielsweise abends im Bett liege und mir plötzlich eine supertolle Idee für »Betäubter Wille« durch den Kopf schießt, dann nehme ich mein Journal zur Hand und schlage eine neue Seite auf. Unten kommen die Seitennummern hin, sagen wir mal spaßeshalber, ich bin auf den Seiten 62/63. Oben auf der linken Seite kommt die Überschrift hin. Z.B. »Schreibnotizen BW« und darunter trage ich dann meinen Gedanken ein.

Am Tatort einfügen: Symbol wurde mit roter Farbe gemalt.

Okay, ich habe den Gedanken festgehalten. Aber wie finde ich ihn in zwei Wochen auch noch wieder? Hierfür brauche ich den Index.
Ich blättere einfach nach vorne und suche im Index das richtige Thema raus. In diesem Fall wäre dies natürlich »Betäubter Wille«. Dann trage ich einfach nur noch ein: »Schreibnotizen« und daneben die Seitenzahl 62.

Aber was passiert, wenn ich die Doppelseite mit den Schreibnotizen gefüllt habe? Muss man sich nun auch die Seite 64/65 freihalten, damit man dort weitere Gedanken festhalten kann?

Nee, bitte nicht – das wird unübersichtlich! Nach der Doppelseite 62/63 kann man einfach ein neues Thema beginnen. Zum Beispiel möchte ich mir dort überlegen, welche Schreibtipps ich noch für den Newsletter anfertigen will.
Wenn ich die Seiten 62/63 mit meinen Schreibnotizen gefüllt habe und nun den nächsten Einfall notieren will, dann kann ich einfach die Doppelseite mit den Überlegungen zum Newsletter wegblättern und auf 66/67 mit den Schreibtipps weitermachen.

»Aber das ist doch total unübersichtlich«, wirst du rufen.
Und ich werde mild lächelnd den Kopf schütteln, denn es gibt doch:

DAS THREADING

Um dieses Thema zu erläutern, möchte ich deinen Blick zunächst auf das folgende Bild lenken. Hier siehst du eine Seite in einem Bullet Journal. Achte auf die Seitenzahlen. 

threading

Mit dem Threading weiß man genau, auf welcher Seite es weitergeht.

Wir befinden uns auf den Seiten 62/63 – aber vor der 63 steht nun eine 66. Was soll den das?
Ganz einfach: Dies bedeutet, dass es mit den Schreibtipps auf Seite 66 weitergeht.
Und auf der Seite 66 finden wir hinter der Seitenzahl noch eine 63. Dies bedeutet, dass es auch schon auf Seite 63 um dieses Thema ging.
Und so kann man mithilfe des Threadings die unterschiedlichsten Thema in einem einzigen Notizbuch unterbringen.
Genial oder? Ich habe nun schon fast drei Bullet Journals vollgeschrieben und bin noch immer begeistert von dieser Technik. Sie ist so simpel und gleichzeitig so effektiv.

Um das Beispiel fortzuführen: Neben der Seitenzahl 67 findet ihr eine 80. Was bedeutet dies? Richtig: Auf der Seite 80 geht es weiter mit den Schreibnotizen zu BW.

Und natürlich sollten solche Sprünge auch im Index festgehalten werden. Dort findet man dann im Thema »Betäubter Wille« den Eintrag: »Schreibnotizen« und dahinter die Seitenzahlen 62 / 66 / 80

Projektverfolgung

Sicherlich habt ihr auch schon Bilder aus einem BuJo gesehen, in dem der Wordcount beim Schreiben eines neuen Manuskriptes abgehakt wird. Für die Projektverfolgung eignet sich ein Bullet Journal hervorragend – auch ich nutze es oft. Es motiviert ungemein, seinen Arbeitsfortschritt verfolgen zu können. Und jeder liebt es, erledigte Sachen abzuhaken.
Das Prinzip ist denkbar simpel: Beim Wordcount schreibst du einfach Zwischenziele auf und hakst sie beim Erreichen ab. Dies kann man auch beim Überarbeiten machen – dort hakt man kapitelweise ab.
Manche arbeiten hier auch mit kleinen Bildchen, die ausgemalt werden, wenn man das Ziel erreicht hat. Sieht hübsch aus und kann sicherlich auch motivieren und Freude machen.

Anna Lena Diel Bullet Journal für Autoren Projektverfolgung

Die Projektverfolgung eignet sich gut, um den Wordcount festzuhalten.

Habit-Tracker

Der Name erklärt eigentlich schon das meiste. Habit = Gewohnheiten und Tracking = verfolgen. Die Idee ist also, dass man festhält, an welchen Tagen man einer bestimmten Tätigkeit nachgegangen ist. Dies eignet sich beispielsweise, wenn sich jemand zum Schreiben motivieren möchte, aber im Alltag selten dazu kommt. Man nimmt sich schlicht vor, all jene Tage festzuhalten, an denen man mindestens dreißig Minuten geschrieben hat.
Hierfür malt man sich einfach einen Kalender auf und markiert dann schlicht all jene Tage, an denen man das Schreibziel erreicht hat. Ist ähnlich motivierend, wie das Abhaken von To-Do-Listen oder der Projektverfolgung beim Wordtracking. Und am Ende des Monats kann man dann stolz auf das zurückblicken, was man alles geschafft hat.
Das grundsätzliche Ziel ist jedoch, eine gute Gewohnheiten zu etablieren. Aus der Absicht wird eine Routine. Insofern eignet sich der Habit-Tracker nicht nur, um festzuhalten, an welchen Tagen man zum Schreiben kam. Ich selbst hatte mal einen Tracker, in dem ich festgehalten habe, an welchen Tagen ich 1,5 l getrunken oder Sport gemacht habe.
Schau dich einfach mal im Netz um – es gibt unzählige Ideen für Habit-Tracker. Aber vergiss bei all den hübschen Bildern nicht: Das Ziel eines Bullet Journal ist nicht, toll auszusehen. Die Funktion steht im Vordergrund! 😉

Washi-Tape

Obwohl ich mein BuJo als »strukturiertes Chaos« bezeichnet habe, wird man doch auf eine Verzierungen stoßen– und zwar auf Washi-Tape. Im Prinzip handelt es sich hierbei um buntes Tesafilm. Dieses klebe ich an den linken Rand einer Doppelseite. Jedes Thema hat hierbei sein eigenen Tape. Für das Thema« Betäubter Wille« nutze ich ein blaues Tape, für das Thema »Marketing« ein goldfarbenes. So finde ich meine Themen auch beim schnellen Durchblättern rasch wieder.
Wobei das mit dem Washi-Tape natürlich optional ist. Eigentlich reichen die Indexierung und das Threading vollkommen aus. Es hilft mir jedoch, den Überblick zu behalten.

Mit dem Washi-Tape kann man die Themen farblich markieren und findet sich auch beim schnellen durchblättern zurecht.

Symbole

Kommen wir zu den Details. Um mit einem Blick zu erkennen, welche Aufgaben man erledigt hat und welche in die nächste Woche verschoben wurden, nutzt man Symbole, die ich im folgenden erläutern werde.

Bullet Journal für Autoren - Symbole

Dank der Symbole kann man schnell erkennen, was noch getan werden muss.

Notiz
Eigentlich selbsterklärend, oder? Wenn du abends im Bett liegst und noch schnell etwas notieren willst, dann kennzeichnest du diesen Gedanken im BuJo mit einem Strich

Aufgabe
Alles, was auf die To-do-Liste kommt, wird mit einem Punkt markiert und wenn diese Aufgabe erledigt wurde, wird der Punkt durchgestrichen.

Übertragene Aufgabe
Du hast es im Januar nicht geschafft, einen Punkt auf der To Do-Liste abzuarbeiten? Dann wird die Aufgabe mit diesem Symbol markiert, was bedeutet, dass du sie in den Februar verschiebst.

Okay, im folgenden Abschnitt soll es nun um die Strukturierung deiner Arbeit gehen. Im Prinzip legen wir einen Kalender an.

MONTHLY LOG

Fangen wir mit dem Monthly Log ein. Er dient als einfache Kalenderübersicht und To-do-Liste für den jeweiligen Monat. Der Monthly Log wird zu Beginn eines jeden Monats angelegt. Links werden die schon jetzt feststehenden Termine eingetragen. Hierhin kann man immer zurückblättern und schauen, was diesen Monat noch ansteht. Um die rechte Seite mit der To-do-Liste auszufüllen, nehme ich mir immer einige Minuten Zeit und überlege, was ich diesen Monat erreichen will. Für mein Autorenleben trage ich dort Sachen ein, wie »Lektorat einarbeiten«, »Idee für neues Manuskript finden« »Plot ausarbeiten«, »Buchsatz fertigstellen«. Halt große Projekte, die Zeit benötigen.
Da man zum Monthly Log immer wieder zurückkehrt, habe ich diese Seite mit einem kleinen Haftmarker markiert. Und natürlich notiert man auch die Seitenzahl seines Monthly Logs im Index (unter dem Thema »Organizer«) und nutzt auch das Threading, um problemlos zum nächsten ML zu finden.

Bullet Journal für Autoren - Monthly Log

Monthly Log – Kalender und To-Do-Liste in einem.

Weekly Log / Daily Log

Nun folgt der Daily Log. Diesen kann man je nach Bedarf strukturieren. Manche nutzen für jeden neuen Tag einen ganze Seite, manche eine halbe Seite, andere schreiben einfach alles untereinander weg.
Hier trägt man die Tagesaufgaben ein. Beispielsweise »Buchsatz ein letztes Mail überprüfen«, »Mail an Thomas schreiben«, »Kapitel 23 überarbeiten«, etc.

Ich nutze weniger den Daily Log, sondern eine Art Zusammenfassung aus Daily Log und Weekly Log. Hierfür trage ich auf einer Doppelseite insgesamt acht Kästen ein – je vier auf einer Seite. Der erste Kasten dient der Wochenübersicht. Analog zur To-Do-Liste des Monthly Log trage ich hier ein, was ich mir für diese Woche vornehme. Hierbei handelt es sich meist um kleinere Teil-Projekte dessen, was ich für den Monat geplant habe. Beispielsweise: »Lektorat Kapitel 1-3« einarbeiten«, »2h am Plot tüfteln«, »Buchsatz bis Seite 200 fertigstellen«.
Im Prinzip hat man dann eine To-Do-Liste für die Woche.

Anna Lena Diel Bullet Journal für Autoren - Weekly Log / Daily Log

Plane die Woche und jeden einzelnen Tag.

Die anderen sieben Kästchen auf der Doppelseite stehen für jeden weiteren Tag der Woche – von Montag bis Sonntag. Diese Kästchen werden frühestens am Abend zuvor gefüllt, besser noch am Morgen des jeweiligen Tages. Hier trägt man den ganzen Kleinscheiß ein, der erledigt werden muss.
Zum Beispiel: »Auf Mail von J. antworten«, »Insta-Post fertigmachen«, »Buchsatz überprüfen«, »Kapitel 6 fertigschreiben« etc.
Hier wäre dann auch Platz für Notizen. Wenn ich beispielsweise an einem Buchsatz arbeite, dann trage ich am Abend ein, bis zu welcher Seite ich gekommen bin. Wenn ich dann weitermache, muss ich nur in meinem BuJo nachschlagen, bis wohin ich gekommen bin.

Das Übertragen

Ein ganz, ganz wichtiger Schritt – auch wenn er nahezu unsichtbar bleibt. Aber ohne diesen Schritt wäre dein ganzer Organizer nutzlos.

Es geht schlicht darum am Endes des Monats oder der Woche zu überprüfen, was man von seiner To-Do-Liste gestrichen hat und was nicht. Jene Punkte, die noch offen sind, überträgt man dann einfach in die nächste Woche oder den nächsten Monthly-Log.
So stellt man sicher, dass man nichts vergessen hat.

Und unter uns: Ich schaffe niemals, alle Punkte abzuhaken. Entweder, weil etwas anderes dazwischen gekommen ist, oder weil ich mitten in der Woche beschlossen habe, dass ich keine Lust habe, am Plot zu tüfteln, sondern lieber das Lektorat beende 😉

Jahresplan

Den Jahresplan solltest du am besten gleich hinter den Index setzen, damit du ihn stets schnell wiederfindest. Keine Sorge – hier sollst du nicht schon das ganze Jahr vorwegplanen. Er dient lediglich dazu, weit entfernte Termine und Ereignisse zu notieren. Hier kannst du festhalten, wann die nächste Buchmesse stattfindet oder wann du dein Buch veröffentlichen willst.

Ehrlich gesagt, nutze ich den Jahresplan jedoch kaum für mein Autorenleben – bei mir stehen da meist nur private Sachen drin, wie Arzttermine und dergleichen 😉 Trotzdem rate ich dazu, ihn anzulegen – denn wenn man ihn braucht, ist man froh, ihn zu haben.

Und das waren auch eigentlich schon die Grundlagen, die du brauchst, um ein Bullet Journal zu führen.
Ein kleiner Tipp noch: Mein BuJo nutze ich tatsächlich zu 90% allein für das Schreiben und alles drumherum. Der Brotjob, das Privatleben oder die Organisation des Familienalltags haben darin wenig zu suchen. Dies hilft , sich auf den Schreibkram zu konzentrieren.
Aber natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel 🙂
So habe ich beispielsweise eine Doppelseite für die Geburtstagsplanung meines Krümels angelegt; auf einer anderen habe ich die Zimmermaße eingetragen, als wir in der Wohnung das Schlaf- und Kinderzimmer getauscht haben. Und natürlich habe ich auch eine Doppelseite, auf der ich Anekdoten festhalte, um diese später ins Fotoalbum zu übertragen. Aber diese Sachen nehmen sehr wenig Raum ein und bleiben die Ausnahmen. Mein BuJo dient vor allem dazu, meinen Autorenalltag zu organisieren und alle Gedankenblitze festzuhalten. Wenn man nun anfangen würde, Einkaufslisten einzutragen oder irgendwelche Gedanken zum Brotjob, würde der Schreibkram vermutlich untergehen.

Einen weiteren Hinweis möchte ich dir noch mitgeben: Für ein BuJo eignet sich wirklich jedes Notizheft – es muss kein »Leuchturm« für  zwanzig Euro sein. Allerdings würde ich euch zu »dotted«-Papier raten. Das sind jene Notizhefte, die nicht liniert, oder kariert sind. Stattdessen befinden sich dort, wo bei einem karierten Papier die einzelnen Schnittpunkte sind, jeweils ein Punkt.
Außerdem lohnt es sich, ein Notizheft zu besitzen, dass diese praktische Schlaufe am Rand hat, wo man den Stift hineinschieben kann, damit man diesen immer zur Hand hat. Nichts ist nerviger, als nach dem verdammten Kulli zu suchen! Allerdings kann man diese Schlaufe auch selber basteln, oder sie einfach nachkaufen und hineinkleben 🙂

Also dann, ich hoffe, du fandest diesen Post interessant und vielleicht möchtest du dir jetzt ebenfalls ein BuJo anlegen.