Anna Lena Diel

Anna Lena Diel

Autorin mit Blick in die Zukunft

REZENSION: Die Stille des Todes

REZENSION

Die Stille des Todes von Eva Garcia Sáenz

Die Stille des Todes | Eva Garcia Sáenz | Argon Verlag | 15 Std. und 28 Min | Sprecher: Uve Teschner | Erschienen am 27. Mai 2019

 

KLAPPENTEXT⁠
Ein grausamer Thriller aus dem Herzen des Baskenlandes Ein junges Paar wurde in der Kathedrale von Vitoria gefunden, völlig nackt, in einer Umarmung umfangen, tot. Der Fall weckt schreckliche Erinnerungen an eine Serie von Verbrechen, die zwanzig Jahre zuvor die baskische Stadt in Atem hielt. Damals gab es vier Doppelmorde an historisch bedeutsamen Orten – alle Paare waren auf die gleiche Weise arrangiert wie die Toten in der Kathedrale.

Der Ermittler Ayala alias Kraken und seine Kollegin Ruiz de Gauna stehen vor einem Rätsel. Denn für die Verbrechen von damals sitzt Tasio Ortiz de Zárate, ein einst renommierter Archäologe, im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses. Wurde er unschuldig verurteilt? Er bietet Ayala seine Mithilfe an, den Täter zu finden. Doch der Ermittler traut dem Mann nicht.

 

MEINE MEINUNG
Mein erster Eindruck: Die Autorin vergeudet keine Zeit. Das Hörbuch springt mitten ins Geschehen, packt den Hörer am Kragen und schleift ihn gandenlos bis zur letzten Minute.

Gebannt verfolgt man die Ermittlungen, während man gleichzeitig durch Rückblenden auf Geschehnisse von vor dreißig Jahren neue Einblicke erhält, sie jedoch zunächst nicht mit dem Fall in Verbindung bringen kann. Erst langsam, Stück für Stück fallen die Puzzleteile an ihren Platz, bis man schließlich mit offenem Mund vor dem großen Ganzen steht. 

Dann der Showdown. Durch meine eigenen Erfahrungen im Schreiben von Büchern weiß ich, dass der alles andere als leicht zu gestalten ist: Zum einen müssen hier alle Fäden zusammengeführt werden und zu einem befriedigendem Abschluss gebracht werden. Gleichzeitig muss auch der Showdown noch Überraschungen bergen, sonst lässt man den Leser bloß mit einem müden Gähnen zurück. Und dieser Showdown: Top!

Zudem hat mir an diesem Buch auch die Atmosphäre sehr gefallen. Die Autorin hat die Stadt Vitora so eindrucksvoll geschildert, dass ich den Eindruck habe selbst dort gewesen zu sein. Gleichzeitig wurden die Bewohner des Baskenlandes einprägend charakterisiert. Man erfährt viel Persönliches über Ayala, lernt seine Stärken und Schwächen kennen und hat den Eindruck einen richtigen Menschen und nicht nur eine Figur vor sich zu haben.

Über den Sprecher bleibt nicht viel zu sagen: Uve Teschner versteht sein Handwerk und ist die perfekte Besetzung für dieses Hörbuch.

Tja, was gibt es an dieser Stelle noch zu sage, außer: Fünf von Fünf Sternen!

@ Foto: Anna-Lena Diel
Cover: Argon Verlag

06.08.2019

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