Anna Lena Diel

Anna Lena Diel

Autorin mit Blick in die Zukunft

SCHREIBUPDATE #3

SCHREIBUPDATE #3

Derzeit überarbeite ich erneut Land der leeren Gesuchter, bevor das Manuskript (endlich) ins Lektorat gehen kann. Seit ich diese Geschichte angefasst habe, sind mehrere Monate und 2,5 Manuskripte ins Land gegangen.
Andres Eschbach sagte einst: Wer hunderttausend Wörter schreibt, kommt nicht umhin, danach besser zu sein als zuvor. Nun, 2,5 Manuskripte sind ungefähr hundertfünzigtausend Wörter und entsprechend geschluckt habe ich, als ich dieses alte Manuskript vor mir hatte. Au weia, da gibt´s ja so einiges zu tun!
Also habe ich alles andere beiseitegeschoben, um mich der Geschichte von Oskars und Esme zu widmen. Inzwischen habe ich gut ⅔ überarbeitet und nähere mich somit dem Ende, plane jedoch noch einen weiteres Durchgang ein. Fragt also bloß nicht, wie oft ich dieses Manuskript inzwischen überarbeitet habe. Sechs Mal? Acht Mal?
Aber ich finde es ziemlich beeindruckend, wie viel weit sich mein Stil innerhalb eines Jahres entwickelt hat. Gleichzeitig frage ich mich, wie gut ich wohl nächstes Jahr sein werde.

Natürlich widme ich mich auch gleichzeitig noch einem anderen Projekt. Seit ich Wunschkind beendet habe, hege ich den Wunsch, erneut einen Thriller zu schreiben. Bisher fehlte mir jedoch ein passendes Thema. Ich hatte zwar viele Ideen, doch bei keinem hat es wirklich Klick gemacht.
Da hilft nur eines: Weiter Recherchieren und die Informationen im Hinterkopf gären lassen. Ein Prozess, der bei mir meist einen Monat in Anspruch nimmt und dann, ganz plötzlich und vollkommen unerwartet, Früchte trägt: Wie an jenem sonnigen Tag Ende Juli, als ich mit meiner Familie eine kleine Fahrradtour entlang der Kiellinie gemacht habe. Es muss ungefähr auf höher der Seebar gewesen sein, den Marinehafen schon im Blick, als DIE Idee in meinem Kopf einschlug.
Und es war, wie all die Male zuvor: Zwei Ideen, die ich schon vorher gehabt hatte, verbanden sich plötzlich zu etwas Neuem. Erste Charaktere traten aus dem Nebel, Wendepunkte formten sich und als wir wieder Zuhause ankamen, holte ich als erstes mein Notizbuch hervor.
Bevor ich jedoch mit dem eigentlichen Plotten anfangen kann, muss ich noch ein wenig weiter recherchieren. Hierbei hilft mir derzeit Mein Kopf gehört mir von Miriam Meckel, die mich in die unfassbare Welt des Brainhacking entführt: Armptothesen, die mit Gedanken gesteuert werden, übertragene Erinnerungen bei Ratten, Hirnstimmulation zur Leistungssteigerung mittels elektrischer Impulse und Neuroenhancer wie Ritalin und Adderal mögen nach Science Fiction klingen – sind es aber schon längst nicht mehr. Eine sehr spannende Thematik und ich brenne schon darauf mich endlich wieder an mein Whiteboard zu stellen, um die ersten Karteikarten zu beschriften.

01.08..2019

Teile diesen Beitrag über
Close Menu